Filmbares nach einem zweiten Weltkrieg (Il Cinema Ritrovato 2019)

Auf die Frage, welches Kino unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg in den Besatzungszonen unter alliierter Aufsicht produziert wurde, fällt vermutlich vielen außer den (teils im und vom Ausland produzierten) Trümmerfilmen nicht viel mehr ein, wobei diese Lücke dann ab den 50er Jahren von den Heimatfilmen gefüllt wird. Dass aber metafilmische Satiren, die ihren Start im Jahr 2048 oder ihre Handlung im mehr schlecht als recht zusammengemogelten, sogenannten Altchinesien finden, eine kurze Phase des Experimentierens einleiten, ist filmhistorisch und zeitgeschichtlich eine Überraschung. Weiterlesen

Tutorium “Filmkritik” – Wild

Im Rahmen des Tutoriums "Filmkritik" wurden von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Kritiken zu ausgewählten Filmen verfasst. Hier die Kritiken zu Wild (Nicolette Krebitz, 2016) Weiterlesen

Velvet Buzzsaw

Morf Vandewalt (Jake Gyllenhaal) ist ein international bekannter Kunstkritiker und Stammgast in der Galerie von Rhodora Haze (Rene Russo) in der auch seine Angebetete Josephina (Zawe Ashton) arbeitet, die jedoch Probleme mit Rhodora hat, da sie ihre Pflichten nicht zur Zufriedenheit der Galeriebesitzerin ausführt. Als Josephina in ihrem Wohnhaus einen toten Rentner findet und daraufhin seine Wohnung betritt entdeckt Sie, das der Verstorbene ein großer, noch nicht entdeckter, Künstler war und seine Wohnung voller Ölgemälde ist. Weiterlesen

Boy Erased

Filme mit LGTB-Charakteren in tragenden Rollen nehmen inzwischen seit mehreren Jahren schon einen immer größer werdenden Teil im Kino-Mainstream ein – zu Recht. Diese Geschichten verdienen es genauso sehr, erzählt zu werden und ein nicht unwesentlicher Anteil des Publikums dürfte sich in diesen wiederfinden. Allerdings lässt sich gerade in größeren Produktionen ein Trend beobachten, der die Euphorie queerer Kinogänger deutlich trüben dürfte. Zahlreiche Filme, die zwar LGTB-Charaktere aufweisen, scheinen allerdings für ein eher heterosexuelles Publikum konzipiert worden zu sein. Weiterlesen

Beautiful Boy

Bevor Beautiful Boy in Deutschland überhaupt gestartet ist, wurde der Film in den USA bereits mit diversen Golden Globe-Nominierungen bedacht – auch wenn er letztendlich keinen gewann, und bei den Oscar-Nominierungen gar nicht erst berücksichtigt wurde, war bereits für mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Aber ist diese im Falle von Beautiful Boy gerechtfertigt? Oder entsteht hier ein Hype um ein künstlich konstruiertes Phänomen? Weiterlesen

Under The Silver Lake

Nachdem David Robert Mitchell mit It Follows (2014) einen originellen, wenn auch poralisierenden Horror-Überraschungshit gelandert hat, liefert er nun seine Bestandstandaufnahme zur gegenwärtigen Lage der Postmoderne. Weiterlesen

Blue my Mind

Ein Umzug und das Einsetzen der Regelblutung wird für den Hauptcharakter von Lisa Brühlmanns Blue my Mind zum Anfang von einer Transformation, die über die Grenzen der Normalität hinausgeht. Weiterlesen

Aggregat

Was passiert derzeit in Deutschland? Dieser Frage widmet sich Marie Wilkes Film Aggregat. Er begleitet in realen Szenen Politiker, Medienschaffende und Bürger in Deutschland. Weiterlesen

Rafiki

In seinem Ursprungsland Kenia wurde Rafiki verboten, die Vorstellung im Univerum Filmtheater auf dem 32. Braunschweig International Film Festival hingegen war restlos ausverkauft – Rafiki scheint zu polarisieren. Das Verbot in Kenia hat dem Film im Vorfeld bereits sehr viel Aufmerksamkeit beschert, dazu noch die Thematisierung gleichgeschlechtlicher Liebe in einem afrikanischen Land – diese ungewöhnliche Thematik und die damit verbundene Polarisierung machen neugierig. Und das Beste daran ist, dass Rafiki nicht enttäuscht. Weiterlesen

X – The eXploited

Eingerahmt von sakralen Chören, Orgelmusik und um 180° gedrehten Aufnahmen der Skyline Budapests in Slow-Motion entspinnt sich in X – The eXploited eine Handlung voller Undurchsichtigkeiten, falscher Fährten und Puzzleteilen, die Fragen aufwerfen – diese aber leider nicht immer beantworten. Weiterlesen