Zurich

Die Straße bietet Sicherheit, sie ist die Konstante. Raststätten, das Zuhause und andere Orte werden zum eigentlichen Transitbereich und bergen nicht selten Gefahren. Nina hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren und driftet seitdem zwischen dem Unfallort und ihrem Zuhause. Als sie bei einem Halt einen Fernfahrer kennenlernt und es zu einer Affäre kommt, wird Zurich vom Raststätten- zum Fernfahrerfilm, und Ninas verschlossene und sprunghafte Art zu einem passiven Gegenüber des etwas eindimensionalen Truckers. Dann folgt die Vorgeschichte, die allerdings auf narrativer und emotionaler Ebene kaum noch was hinzufügt. Stattdessen will Regisseurin Polak zu viel, folgt noch Nebenfiguren und buchstabiert aus, was man sich im deutlich spannenderen ersten Teil sowieso schon zusammen gereimt hatte.
Zurich ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu Polaks Debüt Hemel, was vor allem an der Fotografie von Frank van den Eeden liegen dürfte, der wie auch in Brownian Movement (Nanouk Leopold) ein tolles Gespür für Groß- und Detailaufnahmen hat.

Zurich, NL/D/B 2015, 89’
R: Sacha Polak
Sektion: Forum, läuft auch noch am 9., 10. und 14.2.

Leave a Reply

  • (will not be published)

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>