Workers (Berlinale)

Sektion: Panorama / Regie: José Luis Valle / Spanien / 120′

20134076_2_IMG_FIX_700x700Gänzlich unaufgeregt und leise erzählt José Luis Valle zwei durch lose Knoten miteinander verknüpfte Geschichten, deren Hauptinhalt die Arbeit ist. Rafael reinigt seit 30 Jahren die weißen Hallen einer Philips Glühbirnenfabrik und darf aus bürokratischen Gründen seine lang ersehnte Rente nicht antreten. Zeitgleich sieht sich eine Gruppe Bediensteter nach dem Tod ihrer schwerreichen Arbeitgeberin deren Hund untergeordnet, der ein Leben wie eine Prinzessin führt – und darüber hinaus auch so gerufen wird.

Die Reaktionen der Charaktere auf ihre Probleme unterliegen dem Axiom, dass die Arbeitswelt eine ungerechte ist. Begrenzt in Optionen verläuft der Weg aus der Prekarität dementsprechend am Rande der Legalität. Ohne zu verurteilen oder anzuklagen, zeichnet der Regisseur in langen und schön kadrierten Einstellungen Momente aus dem Leben nach, die vielleicht oder auch nicht irgendwo stattgefunden haben könnten. Ein dezenter Humor vertreibt jeden Anflug von Sentimentalitäten, die Weise der Verknüpfung der beiden Stories setzt interessante Impulse.

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