Tutorium “Filmkritik” – Donbass

Im Rahmen des Tutoriums “Filmkritik” wurden von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Kritiken zu ausgewählten Filmen verfasst.

Hier die Kritiken zu Donbass (Sergey Losnitsa, 2018)

 

Eine Kritik zu Donbass

von Jane-Tamara Wendtland

Donbass ist… ein Film. Er ist in 13 Segmente aufgeteilt, der auf wahren Ereignissen beruht und handelt um den Ukrainekonflikt.

Durch diese Segmente erfährt man Stellenweise über das Leben der Charaktere, allerdings wird nie wirklich darauf eingegangen, wie das Leben davor für sie war. Das ganze kommt einem so etwas sehr verallgemeinert und unpersönlich vor, so sehr sogar, dass man auf in den Credits nicht Charakternamen, sondern etwaige Rollenbeschreibungen.

Auch allgemein bleibt der Film sehr unpersönlich, oftmals war es nicht klar wer auf welcher Seite steht, und während man weiß, dass das ganze in der Ukraine/Grenze zu Russland spielt, auf der einen Seite sieht man Menschen in verschimmelten Kellern, auf der Anderen Menschen mit Smartphones, die sich vergnügen, und alles während die Industrie scheinbar noch läuft, da ein Güterzug im Hintergrund lang fahren. Und ohne das man wirklich etwas darüber sagt.

Was was relativ schnell positiv aufgefallen ist, ist das die Verknüpfung der einzelnen Handlungsstränge. Sie wirken fließend aufeinander abgestimmt, zum Beispiel folgt man einem Grenzübergang und man wird dann von der Hand im vorbeifahrenden Bus übergeleitet. Auch allgemein wird der Plot vom Anfang gut zum Ende wieder aufgegriffen, sodass die einzelnen Szenen nicht bedeutungslos scheinen.

Allgemein ist es, wie in der Einleitung schon gesagt, ein Film, und als solcher fiel er nicht besonders auf. Er fühlt sich an, als wäre er eine Doku, ohne wirklich eine zu sein. Und in diesem dazwischen sein zwischen Drama und Doku lässt er sich schwer als einer der solchen zu kritisieren.

 

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