The Weight of Elephants (Berlinale)

Sektion: Forum / Regie: Daniel Joseph Borgman / Neuseeland, DK, Schweden 2013 / 87′

twoe-fg-9Das Leben des 11jährigen Adrian zeichnet sich durch Isolation und Verlassenheit aus. Seine Mitschüler machen sich über ihn lustig, auch wenn er verzweifelt um die Anerkennung und Freundschaft der anderen Kinder kämpft. Von der Mutter verlassen lebt er bei seiner Großmutter und hat als einzige Bezugsperson seinen depressiven Onkel Rory. Als nebenan neue Nachbarn einziehen, unternimmt er erneut den Versuch einer Freundschaft und nähert sich langsam den beiden Schwestern Joley und Nicole an.

Das Spielfilmdebüt von Daniel Joseph Borgman ist geprägt von einer ruhigen Bildsprache, bei der auch die ein oder andere Zeitlupe ihre Berechtigung findet. Zwischen poetischen Bildern und sparsamem Musikeinsatz sticht vor allem der junge Hauptdarsteller Demos Murphy hervor. Sein emotional sensibles Spiel ist bewegend ohne aufdringlich oder künstlich zu wirken. Stattdessen erreicht der Film eine Form von Ehrlichkeit und Sensibilität. Auch auf Kindern kann eine große Last liegen, die ihnen in diesem Fall zwar keiner abnimmt, die aber durch Freundschaft wenigstens etwas leichter werden kann. Zwischen Einsamkeit, kindlicher Grausamkeit und Verlustängsten gibt es vielleicht doch ein bisschen Hoffnung.

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