The Guests (Berlinale)

Sektion: Forum / Regie: Ken Jacobs / USA 2013 / 73’

Ein weiterer Film aus Ken Jacobs 3D-Reihe. Diesmal hat er sich einen Film der Lumières vorgenommen und digital bearbeitet. Der räumliche Effekt entsteht aus der Zeit: Jacobs projiziert gleichzeitig jeweils zwei sequentiell aufeinanderfolgende Kader des frühen Films und verschiebt diese leicht gegeneinander, so dass ein nach hinten räumlich gestaffelter Effekt entsteht, wenn man die 3D-Brille aufzieht. Gleichzeitig geschehen durch dieses ungewöhnliche Verfahren merkwürdige Effekte. Durch die zeitliche Differenz bekommt das eine Auge manchmal andere Informationen, wenn bspw. ein Kratzer sich nur auf einem der Bilder befindet. Und durch die Verschiebung ist das Bild bis in den hinteren Bereich räumlich, was unüblich ist, da sich im Hintergrund normalerweise die Parallaxen treffen. Das führt zu Irritationen im mittleren Bildbereich, wo sich räumlich eigentlich getrennte Objekte zu überlagern beginnen. Den Film selbst hat Jacobs in bekannter Manier aufs hundertfache gedehnt. 73 Minuten, die man das Bild in all seinen Dimensionen erforschen kann.

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