Tales of Terror

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Rogar Cormans Film Tales of Terror behandelt und basiert auf vier Kurzgeschichten Edgar Ellan Poes, die sich mit Mord, Rache, Wahnsinn, lebendig Begrabenen auseinandersetzen. Als der vierte von insgesamt acht Poe-Adapationen Cormans erzählt er drei Geschichten, in denen Vivent Price immer wieder in unterscheidlichen Rollen spielt. So ist er in „Morella“ Vater, in „The black cat“ Weintester sowie sterbender Protagonist in „The Facts in the Case of M. Valdemar”. Jeder Film wird zudem von einem Voiceover seinerseits eingeleitet.

Der Film aus dem Jahre 1962 besticht jedoch weniger durch filmisches können, sondern durch eine wieder Willen komödiantische Ästhetik: Plastikobst, schiere Massen von Spinnenweben sowie billige Low Budget Spezial-Effekte, die ihresgleichen suchen. Hier müssen Dialoge keinen Sinn ergeben und der markdurchdringende Schrei junger, von Angst erfüllter, Frauen kann schonmal das gleiche Tonsampel sein.

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Um einen Gruselfaktor zu erzeugen, werden unter anderem Krebstiere, Schildkröten und Langusten gezeigt. Wobei sich der geneugte Zuschauer fragt, was an diesen Tieren eigentlich so gruselig ist. Auch die deutsche Übersetzung (der Grausenvolle Mister X) wirft fragen auf: Wer ist dieser Mister X eigendlich? Die Frage des Zuschauers bleibt, wie vielen andere Fragen an den Film, unbeantwortet.

Der Mittelpunkt des Filmes wird von Price getragen, seine Ausdruckskraft wirkt überspielt und fast comicartig. Sein Gesicht verzieht sich zu mal melancholischen, mal absurden Fratzen, welche sich perfekt in die Umgebung aus märchenhafter Schauergeschichte einfügen. So wirkt der Film wie eine schaurige Gutenachtgeschichte oder eine in die Jahre gekommene Geißterbahn: Er ist berechenbar und nicht wirklich schaurig, besitzt dennoch einen Funken Faszination, der ihn trägt.

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Tales of Terror lässt die Herzen aller Cineasten höher schlagen. So gruselt sich der Rezipient nicht vor Angst, sondern vor der schaurig schönen Machart. Die Produktion, das Schauspielern sowie die Effekte werden zu Protagonisten den Filmes, die ihn sehenswert machen. Tales of Terror besticht nicht auf qualitativer Ebene, viel mehr ist er eine ungewollte Hommage an den Horror-Trash: Pulp in seiner schönsten Form.

 

Tales of Terror, USA 1962, 89 Min.
Filmstart: 4. July 1962
Sprache: Englisch
Regie: Roger Corman
Kamera: Floyd Crosby
Buch: Richard Matheson, Edgar Allan Poe (4 Kurzgeschichten)
Schnitt: Anthony Carras
Darsteller: Vincent Price, Basil Rathbone, Peter Lorre
Produktion: Samuel Z. Arkoff, James H. Nicholson, Roger Corman
Musik: Les Baxter
Verleih: Park Circus

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