Tagung: “Scheiben. Medien der Durchsicht und Speicherung”

Am 23. und 24. Januar findet an der HBK Braunschweig eine Tagung zur Scheibe statt mit Referentinnen und Referenten aus Film- und Medienwissenschaft, Architektur- und Fototheorie. Das ausführliche Programm gibt es unter www.scheiben-tagung.de zu sehen, um was es geht umreißt dieser kurze Text:

In Das System der Dinge konzipiert Jean Baudrillard 1968 die Glasscheibe als Oberfläche, auf der sich die dahinterliegenden Dinge
als Bilder abzeichnen: man kann sie sehen, aber nicht anfassen. Im Rahmen eines Virtual Window (2006) macht Anne Friedberg
dann die Verbindung von der Glasarchitektur zu den Displays auf. Inzwischen sind die Bilder mittels Touchscreen auch berührbar
geworden, und in Science-Fiction-Filmen sind Screens in Fenster integriert und fungieren überdies als Speichermedien.
Medientheoretisch wird die Scheibe meist zugunsten des Rahmens vernachlässigt. der sie in der Figuration des Fensters einspannt. Als Glas auch von Screens ist sie gemeinhin unscheinbar, nimmt man sie doch nur wahr, wenn Störungen auf ihr vorliegen (in Form von Verschmutzungen oder Spiegelungen). Als Träger verschiedener Arten von Bildern soll die Scheibe in historisch spezifischen Beispielen medial-materieller Anordnungen zum zentralen Gegenstand der Tagung werden. In der Bandbreite der Beiträge soll das Wissen zu Scheiben auf seine Korrespondenzen und Divergenzen hin befragt werden.

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