Suzaki Paradise: Red Light (Berlinale)

In einer leichtgängigen und amüsanten Erzählweise schildert Regisseur Kawashima Yuzo die Geschichte eines mittellosen jungen Paares, das in der Nähe des tokyoter Vergnügungsviertels Suzaki nach Arbeit sucht. Sie wird fündig in einer kleinen Bar, Er verdingt sich widerwillig als Nudellieferant. Als sich die Frau – enttäuscht von ihrem perspektivlosen Mann – einem reichen Mann an den Hals wirft, beginnt ein Drama um Eifersucht und Begehren, das die Wirren der japanischen Nachkriegszeit gelungen reflektiert.

Formell erinnert das Werk an die Filme von Yasujirô Ozu. So sind die Einstellungen ungemein klar und schnörkellos kadriert. Das kommt besonders in der engen Räumlichkeit der Bar zur Geltung. Die Kamera steht dort teils im hohen Winkel, wodurch der Raum erfahrbar gemacht wird. Jede Begegnung der Menschen an diesem Ort lässt den Film zu einem präzisen Kammerspiel werden. Für Freunde des klassischen japanischen Kinos ist der Film, der 1956 entstand, sehr zu empfehlen.

Leave a Reply

  • (will not be published)

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>