Rent-A-Cat (Berlinale)

Sektion: Panorama / Regie: Naoko Ogigami / Japan 2012 / 110′

Die junge Sayoko ist unglücklich. Der Mann fürs Leben lässt auf sich warten und seit ihre Großmutter gestorben ist, leidet sie unter Einsamkeit. Nur Katzen scheint sie auf geradezu magische Weise anzuziehen. Immer mehr sammeln sich in ihrer Wohnung, was Sayoko auf die Idee bringt, die Tiere zu vermieten. Schließlich wandert sie täglich mit ein paar Dachhasen im Schlepptau an einem Flussufer entlang und ruft immerzu: „Katzen zu vermieten! Sind sie einsam? Mieten sie eine Katze!“. Und tatsächlich nimmt manch einsame Seele ihren Service in Anspruch. Die Begegnungen mit ihren Kunden stellen Sayokos Leben allerdings gehörig auf den Kopf…

Rent-A-Cat ist ein ruhiger, traurig-komischer Film, der dank der skurrilen Charaktere gut funktioniert. Das Thema Einsamkeit in einer Großstadt ist zwar nicht sonderlich originell, Regisseurin Naoko Ogigami entschied sich aber zumindest gegen den durchaus üblichen Druck auf die Tränendrüse und hielt den Rahmen eher klein. So geht es um Begegnungen und die Sehnsucht nach einer Konstante im Leben, nach Zuneigung ohne Anforderungen. Letzteres verkörpert in diesem Film die Katze, durch die die Menschen näher zu sich selbst finden und neuen Lebensmut schöpfen.

Naokos Drama erweist sich als ein durchaus empfehlenswertes Mensch-Tier-Intermezzo, vorausgesetzt, man stört sich nicht an allerlei merkwürdigen Gestalten und mag Katzen…zumindest ein bisschen.

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