Soy Nero

Sektion: Wettbewerb / R: Rafi Pitts / Deutschland, Frankreich, Mexiko 2016
soy neroRegisseur Rafi Pitts ist ein bekanntes Gesicht auf der Berlinale – Bereits zweimal war er mit seinen Filmen im Wettbewerb vertreten (Zemestan (2006); Shekarchi (2010)) und fungierte im Jahr 2009 zudem noch als Jurymitglied für den besten Erstlingsfilm. In diesem Jahr präsentiert er abermals in der Sektion Wettbewerb seinen neuen Film Soy Nero, in dem er die Hoffnungen und die bittere Realität US-amerikanischen Greencard Soldiers thematisiert.
Nach dem Dokumentarfilm Das kurze Leben des José Antonio Gutierez von Heidi Specogna aus dem Jahr 2006, der von einem der ersten Greencard Soldier handelt, der im Jahr 2003 für die USA im Irakkriek starb und erst posthum seine amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hat, ist Soy Nero nun eine fiktionale Auseinandersetzung mit dieser umstrittenen Thematik.
Protagonist ist der junge Mexikaner Nero, der zwar in Kalifornien aufgewachsen ist, aber aufgrund seiner fehlenden Staatsbürgerschaft abgeschoben wurde. Sein großer Traum ist es, über eine Greencard die Berechtigung zu bekommen, dauerhaft in den Vereinigten Staaten leben zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, meldet er sich freiwillig bei der U.S. Army und erlebt während eines Auslandseinsatzes die Hölle auf Erden.
Der Film nimmt sich viel Zeit, stereotype Eigenschaften unterschiedlicher Nationalitäten herauszuarbeiten, um diese anschließend aufeinanderprallen zu lassen. Leider bleibt die Narration dabei überwiegend oberflächlich und die politische Dimension, die das Versprechen auf die US-amerikanische Staatsbürgerschaft beinhaltet, geht dabei an vielen Stellen verloren.

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