Love & Mercy

Ein Mann kommt in einen Autosalon und lässt sich von Mitarbeiterin Melinda ein Auto vorführen. Dabei hat sie zunächst keine Ahnung, wer der Mann ist. Schnell gibt er sich zu erkennen: Es handelt sich um den legendären Frontman der Beach Boys, Brian Wilson, verkörpert von John Cusack. Regisseur des biografischen Films mit dem Titel Love & Mercy ist der eigentlich als Produzent bekannte Bill Pohlad (The Tree of Life, 12 Years a Slave). Es ist nach 1990 seine zweite Regie-Arbeit.

Schnell verliebt sich Brian in die von Elizabeth Banks gespielte Melinda. Die beiden kommen sich im Verlauf des Films immer näher und währenddessen erfährt der Zuschauer von Brian Wilsons Anfängen als Musiker. Der Film gibt einen Eindruck von der perfektionistischen Arbeit des jungen Brian Wilson, verkörpert von Paul Dano, im Tonstudio und man erfährt von seiner schweren Kindheit und der schwierigen Beziehung zu seinem Vater.

Love & Mercy versetzt den Zuschauer in die Zeit, als die Beach Boys eine der größten Bands der Musikgeschichte wurden. Durch die häufig präsente Musik der Band, vermittelt der Film das Lebensgefühl jener Zeit. Die Leistung der Darsteller ist jedoch leider nicht überzeugend. Sie wirken recht kühl und der alte und junge Brian Wilson sehen sich nur im Ansatz ähnlich. Für Fans der Beach Boys ist der Film sicherlich ein Muss, aber Love & Mercy zeigt einmal mehr, dass es schwierig ist, biografische Stoffe filmisch überzeugend umzusetzen.

Besonderes Highlight bei der Europa-Premiere auf der 65. Berlinale im Friedrichstadt-Palast war die Anwesenheit von Regisseur Bill Pohlad, Paul Dano, Elizabeth Banks, sowie der Musik-Legende Brian Wilson mit Ehefrau Melinda höchstpersönlich. Zu Beginn des Film zeigten sie sich nur kurz im Saal, im Anschluss richteten das Filmteam und Wilson einige Worte an das Publikum:

Love & Mercy

Love & Mercy, USA 2014, 122’
R: Bill Pohlad
Darsteller: John Cusack, Paul Dano, Elizabeth Banks, Paul Giamatti
Sektion: Berlinale Special Gala, läuft noch am 14.2. und 15.2.

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