Just Eat It: A Food Waste Story

“Just Eat It” ist eine Dokumentation über die Verschwendung von Lebensmitteln, aber auch darüber, wie man sie davor retten kann. Passend dazu, gab es zum Screening gratis Gebäck von verschiedenen Bäckern gespendet, das sonst weggeworfen worden wäre. Das US-Amerikanische Pärchen Jen und Grant, versuchen 6 Monate lang nur von Nahrungsmitteln zu leben, die weggeworfen wurden. „Abfälle“ also, wie Freunde des Paares skeptisch nachfragen. Das Ganze funktioniert erstaunlich gut. Manchmal wird die Ernährung etwas einseitig und die Entscheidung, was dann auf den Teller kommt, wird auch deutlich eingeschränkt. Zudem gibt es einfach so viel zu finden, dass die Beiden selbst gar nicht alles aufessen können. Trotzdem nehmen sie vieles mit und dann ist der Kühlschrank auch mal randvoll mit Eiern gefüllt oder es stapeln sich Kartons mit immer denselben Schokotafeln. Aber insgesamt betrachtet, können sie mit den weggeworfenen Lebensmitteln richtig gute Gerichte zaubern. So gut, dass Grant gar ordentlich an Bauchspeck zulegt. Das Meiste an Nahrungsmitteln finden sie in den Abfall-Containern von Supermärkten. Unglaublich was dort alles zu finden ist. Eindrucksvoll aufgenommen von der Kamera. Der Film geizt auch sonst nicht mit netten Kameraspielereien wie Zeitlupen-Aufnahmen, Zeitraffern und Bildcollagen. Der Film läuft in der Filmreihe „Green Horizons“( 5 Filme zum Thema Nachhaltigkeit) und erfüllt sein Ziel: Er zeigt uns einen wirklich absurden Missstand auf, der uns genauso hier in Deutschland betrifft und regt zum Nachdenken darüber an, wie man selbst dem entgegenwirken kann. Das muss auch nicht gleich „Containern“ sein.

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Kanada 2014
Regie: Grant Baldwin
Idee und Drehbuch: Jenny Rustemeyer, Grant Baldwin
Kamera: Thomas Miller

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