Jahresrückblick & Top Ten 2019

Im neuen Jahrzehnt blicken wir nochmal zurück in das vergangene Jahr: Mit kleinen individuellen Top- (und Flop-) Listen unsere Autor*innen wagen wir nochmal die Highs und Lows des letzten Kinojahres Revue passieren zu lassen.

Aber nicht nur auf die ein oder andere eventuell nachzuholende Sichtung soll sich gefreut werden: Die Daumenkino-Redaktion wünscht zusätzlich allen Leserinnen und Lesern ein sehenswertes Kinojahr 2020!


Top 10 Filme
Von Thomas Ressel

01. Parasite (Bong Joon-ho)
02. The Dead Don’t Die (Jim Jarmusch)
03. Weitermachen Sanssouci (Max Linz)
04. Das melancholische Mädchen (Susanne Heinrich)
05. Deep Tissue (Meredith Alloway)
06. Lord of the Toys (Pablo Ben Yakov)
07. Ich war zuhause, aber (Angela Schanelec)
08. The Royal Train (Johannes Holzhausen)
09. Mon nom est clitoris (Lisa Billuart Monet)
10. African Mirror (Mischa Hedinger)

 

Flop 7 Filme
Von Thomas Ressel

01. Once Upon a Time… in Hollywood (Quentin Tarantino)
02. Joker (Todd Phillips)
03. 1917 (Sam Mendes)
04. Pokémon Detective Pikachu (Rob Letterman)
05. Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw (David Leitch)
06. Die traurigen Mädchen aus den Bergen (Candy Flip)
07. Us (Jordan Peele)

 

5 Überraschungen

von Sarah Schild

1. Autobahn (Daniel Abma)

2. O Beautiful Night (Xaver Böhm)

3. Systemsprenger (Nora Fingscheidt)

4. Temblores (Jayro Bustamante)

5. I Am Lying Now (Pawel Borowksi)

 

5 Enttäuschungen

von Sarah Schild

1. Adam… Being Yourself (Rhys Ernst)

2. Liebesfilm (Emma Rosa Simon/Robert Bohrer)

3. The Operative (Yuval Adler)

4. The Plagiarists (Peter Parlow)

5. Werk ohne Autor (Florian Henckel von Donnersmarck)

 

Tims 3 Filme, die Angst, Terror und Genre meistlich verbunden haben:

1. Midsommar (Ari Aster)

Selten hat ein (Beziehungs?)-Horrorfilme so gut ausgehen: das grelle Licht nie enden wollender Tage, Menschen von Pflanzen und Tanz in Extase gebracht, verwirrende Architektur und nicht kinderfreundliche Bildgeschichten. (Die CGI Blüten fand ich etwas lächerlich, aber damit kann ich leben)

2. Parasite (Bong Joon-ho)

Home-Invasion Terror in anders, mit geschickten Wechseln der Perspektiven, zwischen absurd und kritisch, kurz: ein Filmvergnügen in jeder Hinsicht.

3. Us (Jordan Peele)

Peele hat mit „Get out“ meinen Film 2017 gedreht (Ja Stepnwolf du hast 2017 verpasst). Zwei Jahre später kommt mit „Us“ sein nächster Film über verborgene Ängste, kollektives Trauma und Klassenbewusstsein. In vieler Hinsicht nicht ganz „Parasite“ unähnlich, aber nicht ganz so auf dem Punkt und daher auf dem Bronze-Platz.


Tims 3 deutsche Filme über die Gegenwart, die zum lachen und weinen einladen:

1. Weitermachen Sanssouci (Max Linz)

Ein merkwürdiges Vergnügen für alle, die an Hochschulen angestellt sind, mit Ohrwurm-Garantie. Kybernetik hat nie so gut ausgesehen. Motto: Wir 3D-drucken uns die Zukunft direkt von der Bitcoin-Cloud in die Nudging-Utopie.

2. Das melancholische Mädchen (Susanne Heinrich)

Vaporwave-Ästhetik trifft auf Pop-Feminismus. Oder: Postmoderne-Ästhetik trifft auf Vaporwave-Feminismus. Oder Pop-Ästhetik trifft auf Postmodernen-Feminismus. Ich weiß es nicht, aber toll.

3. Lord of the Toys (Pablo Ben Yakov)

Dokumentarischer Film über rechte / rechtsoffene / rechts-ironische YouTube Persönlichkeiten, irgendwo auf der Suche nach einem Sinn im Leben oder Kleingeld für Alkohol. Tragisch, nicht ohne Witz und ein unangenehmes Bild einer Generation xyz.

 

Bildrechte: MM-Filmpresse.de

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