I Kóri – The Daughter (Berlinale)

Sektion: Forum / Regie: Thanos Anastopoulos / Griechenland, Italien 2012 / 87′

image64.jpegDer Vater der 14-jährigen Myrto ist plötzlich verschwunden, geflohen vor einem unüberwindbaren Schuldenberg. Zurück bleiben Rechnungen, die nicht bezahlt werden können, ein gekündigter Mietvertrag und eine besorgte Tochter, die sich auf die Suche nach ihm macht. Verzweifelt irrt diese durch eine von Krisen gebeutelte griechische Stadt, sieht sich konfrontiert mit gewalttätigen Demonstrationen und den Folgen der aktuellen Massenarbeitslosigkeit. Ihren Vater findet sie nicht, dafür den scheinbar Verantwortlichen für diese prekäre Situation: einen Geschäftspartner ihres Vaters, der ihm wohl Geld unterschlagen hat. Von Rachegefühlen beherrscht entführt sie dessen Sohn und hält ihn in der väterlichen Schreinerei gefangen, worauf ein zwiespältiges Machtspiel beginnt.

Sukzessive steigert Anastopoulos anfangs den Takt seiner Erzählung und setzt insbesondere auf der Soundebene starke Akzente. Aggressiv und schallend laut ist der Lärm der Stadt, im Zusammenspiel mit häufig eingesetzten Tiefenunschärfen und einer betont hektischen Kamera wird die Suche nach Myrtos Vater zur eindringlichen Tortur. In der ruhigeren zweiten Hälfte des Films, die zu großen Teilen in der Schreinerei stattfindet, verliert sich der Regisseur jedoch in unglaubwürdigen Momenten und kann erst recht kein richtiges Ende finden. Schade.

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