Guardians of the Galaxy

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Gleich vorweg: ich liebe Sciencefiction und ich liebe Superheldenverfilmungen. Daher musste ich diesen Film einfach mögen. Also selbst wenn der Film vielleicht doch größere Kritikpunkte beinhalten mag, dann habe ich sie geschickt übersehen. Für mich war dieser Film vielleicht schon der beste dieses Kinosommers. Das liegt wohl besonders an dem Detailreichtum, der einen sofort in die fremden Galaxien mitnimmt. Man kann sich gar nicht satt sehen an kreativen Masken, Kostümen, an den futuristischen Gebäuden und dreckig-rau stilistischen Raumschiffen. Überzeugende 3D Effekte, die niemals nerven oder aufgesetzt wirken, laden noch mehr in diese riesige effektvolle Fantasy Welt ein. Dazu ein passend lässiger Soundtrack und durchgehend humorvolle Passagen, die immer sitzen und nie albern daher kommen. Zudem ist es beeindruckend, wie technisch einwandfreie- und daher so realistisch aussehende Fantasiefiguren erschaffen werden können. Wie zum Beispiel der waffenliebende Waschbär Rocket (gesprochen von Bradley Cooper) und der lebende Baummensch Groot (Stimme: Vin Diesel).164321.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxx Natürlich ist es ein wenig kitschig, wie die Welt gerettet wird und die Grundidee ist nicht gerade neu. Eine Waffe, die sobald sie einen Planeten erreicht alles zerstört, umwandelt etc., kommt einem schon sehr bekannt vor. (Avengers, Thor 2, Star Trek Into Darkness, Transfomers….). Aber eigentlich ist das Weltretten-Ding beim Superheldenfilm auch mehr nebensächlich geworden. Wichtiger sind die Figuren. Die Einführung dieser schrägen Truppe ist Thema dieses Films. Ihre Stärken, ihre Schwächen, ihre Charakterzüge, Schicksale und Angewohnheiten. Und weil das Regisseur James Gunn so gut gelingt, macht der Film so viel Spaß. Und so einen verrückt-sympathischen Haufen hab ich als Team gegen das Böse auch noch nicht gesehen. Alle Figuren werden zunächst mehr als zwielichtige Personen dargestellt, die mehr im illegalen Bereich zu tun haben. Da wär der Weltraumplayboy Peter Quill (Chris Pratt), der mit seiner großen Klappe sehr der an den jungen Kirk aus der neustens Star Trek Filmreihe erinnert, die kämpferische und gefühlskalte Gamora (Zoe Saldana, die nun anstatt blau wie in Avatar grün angepinselt sein darf) und der Muskelberg Drax the Destroyer (Dave Bautista), der keine Metaphern versteht und schnell mal ausrastet . Dazu kommen die eben schon erwähnten Rocket und Groot, ein regenerativer Baum und ein cleverer Waschbär mit fetten Wummen.471109.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxx Kaum vorstellbar, dass ausgerechnet die das Universum retten sollen. Ihre Ziele sind zunächst nur Geld, Rache oder einfach nur Abenteuerlust. Erst als es ernst wird, entscheiden sich die Helden dafür, ihr Leben für das Wohl anderer einzusetzen. Die Message dahinter ist natürlich ganz im Sinne des Marvel-Universums: Nämlich das Freundschaft und Liebe Helden macht und nicht nur besondere Fähigkeiten. Wirkliche Superheldenkräfte haben diese Typen auch gar nicht. Ihre Stärken sind außer körperlicher Kraft vor allen Dingen Kampfgeschick, Einfallsreichtum, Gerissenheit und unverschämtes Glück. Dabei ist entscheidend, dass keiner von ihnen alles davon beherrscht, sie ergänzen sich gegenseitig. Statt einem Alleskönner sind diese Helden nur im Team wirkungsvoll. Ja das klingt für manche sicherlich ziemlich platt und mehr verrückt als anspruchsvoll aber das ergibt tatsächlich einen rundum spannenden Film. Einer, der sich selbst nicht so ernst nimmt. So kann man lachen auch wenn die Helden mit ihren Gegner teils ziemlich brutal umgehen. Politisch korrekt ist der Film sicherlich auch nicht, aber zum Glück will er auch keinen Bekehren, sondern nur sehr gut unterhalten. Es ist ein Film für das Kind in mir, was sich über coole Charaktere, witzige Sprüche, actionreiche Kampfszenen, fiese und gruselige Bösewichte und gute Spezialeffekte freut. Wäre ich noch jünger, hätte ich mir die Guardians of the Galaxy als Aktionfiguren gekauft und das Weltretten zuhause nachgespielt.

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Guardians of the Galaxy, USA/Großbritannien 2014
Kinostart: 28. August 2014
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn, Nicole Perlman
Basierend auf: Dan Abnett, Andy Lanning
Produktion: Marvel Films
Ausführender Produzent: Kevin Feige
Verleih & Bildrechte: Walt Disney Germany
Besetzung: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista
Synchronstimmen im Original: Vin Diesel, Bradley Cooper, Josh Brolin, Rob Zombie
Genre: Sci-Fi , Action

 

Bilder:

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