El soñador

Sektion: Generation / R: Adrián Saba/ Peru, Frankreich 2016
el sonadorDer junge Sebastián lebt in der Stadt, weit weg von zu Hause und seinen Adoptiveltern und hält sich durch gelegentliche Einbrüche über Wasser. Seine Gang akzeptiert ihn jedoch nur aufgrund seiner Begabung im Knacken von Schlössern und hält außerhalb der Kriminalität nur Spott und Schikanen für ihn bereit. Seine Liebe zu der Schwester eines anderen Mitglieds und ein aus Notwehr begangener Totschlag halten weiteres Konfliktpotenzial bereit, aus denen sich Sebastián durch das Eintauchen in seine eigene Traumwelt zu entziehen versucht.
Adrián Saba inszeniert diese Träume in stets unterschiedlichen Szenarien – mal vor der malerischen Kulisse eines Wasserfalls, mal im Schnee oder innerhalb einer endlos scheinenden Wüste. Durch diese Heterogenität schafft es der Film, einen Gegensatz zu den trostlosen städtischen Szenen herzustellen und nahezu nebenbei dem Zuschauer die atemberaubend vielseitige Landschaft Perus zu präsentieren. Innerhalb der Narration sind diese Träume für Sebastián zu Beginn eine Möglichkeit, seinem Alltag und seinen Verfolgern zu entfliehen, bis am Ende auch diese ein Teil seiner Traumwelt werden und er sich nicht mehr verstecken kann. Das Zusammenspiel von Traum und Realität gelingt, ohne dabei dem Zuschauer alles erzählen zu müssen. Kleine Ellipsen werden durch den Film provoziert, wodurch auch unterschiedliche Interpretationen zugelassen werden.

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