Der Bunker

Nikias Chryssos’ Debutfilm „ DER BUNKER“, ist schon etwas Besonderes in der deutschen Kinolandschaft. Die Handlung: Vater und Mutter wollen, dass aus ihrem Sohn etwas Großes wird. Er soll Präsident werden. Doch irgendwie hat Sohnemann Probleme beim Lernen. Heideggers Philosophie, ist für den Achtjährigen mit dem Verstand eines Kleinkindes und dem Aussehen eines jungen Erwachsenen einfach schwer begreiflich zu machen. Draußen war der Junge auch noch nie, denn er lebt in einem Bunker. Aber immerhin in einem recht schicken Bunker. Mit spießiger Haustür und voll ausgestatteten Zimmern. Selbst einen Kamin gibt es dort. Fenster gibt es allerdings kaum und so kommt wenig Licht herein. Aber es kommt auch kein Licht heraus, wie der Vater betont. Doch dann kommt „Der Student“. Er soll den Jungen retten. Eltern und Student, verstehen darunter allerdings unterschiedliche Dinge. Sie als Leser*In denken sich jetzt: „What the fuck did I just read?”. Ich sage: “ What the fuck did I just watch!”. Der Film beginnt als ein richtig gutes Kammerspiel. Der Bunker als spannendes Setting, eine starke Leistung der Schauspieler mit ihren skurrilen Figuren und ein bissiger Humor, der da weh tut, wo er wehtun soll und wir uns auch ein wenig dafür schämen, dass wir darüber lachen. Doch dann kommt Heinrich, die sprechende Fleischwunde. Wenn Trash, dann doch bitte richtig und im ganzen Film. Hier wirkt es so, als hätten die Filmemacher ihr eigenes Projekt nicht ernst genommen. Vielleicht kann man die Szenen rauschneiden? Dann wäre es ein ungewöhnlicher und irrwitziger psychologischer Horrortrip von Film.013887.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxx

weitere Termine auf dem Filmfest Braunschweig:

06.11., 23:00 Uhr

Bilder: www.filmstarts.de

Deutschland 2014
Regie: Nikias Chryssos
Mit: Pit Bukowski, Daniel Fripan, Oona von Maydell

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