Baby Blues (Berlinale)

Sektion: Generation 14plus / Regie: Kasia Roslaniec / Polen / 105′

baby-bluesBaby Blues – so bezeichnet man eigentlich die Niedergeschlagenheit einer Frau kurz nach der Geburt ihres Kindes, dabei schien ein Baby für die 17-jährige Natalia die Rettung aus einem Leben, in dem sie bisher kaum Liebe erfahren hat. Ihr Sohn Antek sollte es besser haben als sie, die nie ein Wunschkind war und von ihrer Mutter im Stich gelassen wurde. Überfordert mit der Fürsorge für ein Kind und hin und hergerissen zwischen dem Wunsch nach einem jugendlichen Lebensstil und der Rolle als Mutter flieht Natalia schließlich in ein Leben ohne Verantwortung – nimmt Drogen, geht auf Partys. Das lässt sich auf Dauer natürlich nicht mit einem kleinen Kind vereinbaren und es kommt zur Eskalation.

Kasia Roslaniec langweilt den Zuschauer keineswegs mit der üblichen Geschichte einer Teenie-Mutter und erzählt diese eigentlich dramatische Geschichte mit Witz und Humor und liefert damit eine ausgefallene Darstellungsweise. Knallige Farben, ob durch Interieur oder Kleidung, symbolisieren jugendliche Impulsivität und Energie. Ein überraschendes Ende und interessante Stilelemente machen diesen Film außergewöhnlich.

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