Agents of S.H.I.E.L.D.

RTL II zeigt am Freitag den 13.02 um 22. 15 Uhr die erste Folge von Agents of S.H.I.E.L.D. Damit läuft die Serie nun das erste Mal auch im Free TV. Über ein Jahr später als die Serie in den USA startete. Dort läuft mittlerweile schon die zweite Staffel. Dass es Serien aus den USA erst spät ins deutsche Fernsehen schaffen, ist leider nichts Ungewöhnliches, doch ist es bei dieser Serie besonders ärgerlich. Denn Agents of S.H.I.E.L.D. erzählt die Hintergründe zu den letzten großen Marvel Filmen rund um die Avengers-Crew. So knüpft die Geschichte direkt an die Geschehnisse aus Avengers (2012) an und wird beeinflusst von den Ereignissen aus Thor – The Dark Kingdom (2013). Das ganze fügt sich dann im Staffel-Finale in die Geschichte von Captain America: The Winter Soldier (2014) ein. Ein perfektes Zusammenspiel von Kinofilm und Fernsehserie. Wer nun aber auf die legale, kostenlose deutsche Version gewartet hat, ist aus diesem Rhythmus wohl raus. Natürlich kann man sich die Filme einfach nochmal anschauen. Dies wäre auch zu empfehlen, denn die Serie wirkt am besten im Marvel-Gesamtpacket. 275840.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxInhaltlich geht es in der Serie um die Abenteuer der Agenten von S.H.I.E.L.D. (zu dt: Strategische Heimat-Interventions-, Einsatz- und Logistik-Division). Da Superhelden auch nicht überall gleichzeitig sein können, müssen die Menschen sich bei Problemen auch selbst zur Wehr setzen. Daher wurde die Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. gegründet. Ihre Aufgabe besteht darin, merkwürdige Fälle zu bearbeiten, die zum Beispiel mit dem Auftreten von übermenschlichen Kräften oder auch außerirdischen Objekten oder Personen zu tun haben. Man könnte auch sagen, sie räumen den Müll hinter Thor, Ironman und Co. auf, den diese so bei ihren Einsätzen hinterlassen haben. Die Agents sind dabei aber keinesfalls weniger effizient, nur weil sie keine Superheldenkräfte haben. Sie sind nicht nur gut ausgebildete Kämpfer und Strategen, sondern haben auch die hellsten Wissenschaftsköpfe in ihrem Team. Ihre Mitglieder sind allesamt gut durchdachte Charaktere. Jeder von ihnen ist für die Entwicklung der Handlung unersetzlich und auch jeder wächst dem Zuschauer schnell ans Herz. Besonders Agent Simmons und Fitz (Elizabeth Henstridge und Iain De Caestecker) sind großartige Figuren. Schräg und liebenswürdig gleichermaßen. 21052204_20131023153517744.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxDie Idee zur Serie stammt von Joss Whedon, der auch für Avengers verantwortlich war. Zusammen mit Bruder und Schwägerin ist er auch Co-Autor beim Drehbuch. Sicherlich passen Filme und Serie auch daher so gut zusammen. Whedon hat auch schon mit Buffy the Vampire Slayer bewiesen, dass er vernünftige Frauenfiguren kreieren kann. Auch bei S.H.I.E.L.D. zeigt er uns, dass wir mehr haben können als eine einzige Quotenfrau im Team, die als einzige Eigenschaft hat „die Frau“ zu sein. Pilotin, Profi-Computerhackerin, Wissenschafts-Genie. S.H.I.E.L.D. braucht keine Quoten, die Frauen sind den Männern absolut gleichgestellt in Fähigkeiten und Relevanz. Zum Glück können sie auch wirklich zeigen, was sie drauf haben. Es gibt genug Filme oder Serien, wo Frauen zwar einen hohen Rang innehaben oder als Kämpferin abgebildet werden, aber letztendlich für den Haupthandlungsstrang nur wenig Bedeutung haben. Gerade im Superhelden-Genre ist einiges nachzuholen. 21021772_20130723104256263.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxDer Held ist da oft genug männlich und die Frau nur seine große Liebe, die es zu retten gilt. Gerade bei den Populärsten der Avengers, also Thor, Ironman und Captain America, ist das zum Beispiel der Fall. Da ist es schön, dass es bei Marvel, die bisher leider nur weibliche Nebenfiguren hatten, wie beispielsweise in den X-Men Filmen und Avengers, wenigstens in der Serienwelt Fortschritte gibt. Wichtig dabei ist, eben nicht einfach nur weibliche Körper auf den Markt zu werfen, sondern eben gute weibliche Charaktere zu erschaffen. Die S.H.I.E.L.D. Frauen macht einiges aus, ihr Geschlecht oder ihr Aussehnen spielt dabei keine Rolle. Wenn ein Rezipient beim Zuschauen nicht ständig darüber stolpert, dass eine Figur männlich oder weiblich ist, wenn es also unabhängig vom Geschlecht wird, ob man sich in eine Figur hineinversetzten kann, dann hat eine Figur nicht einfach nur einen Körper, sondern einen Charakter. Die Serie schafft, dass mit allen Figuren mitgefiebert wird und der Zuschauer damit Schritt für Schritt selbst ein Teil des Teams wird. In der Tradition von Superhelden-Geschichten muss es wohl auch ein bisschen Liebesdrama geben. 21049002_20131012011220756.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxAber jedes Klientel an Zuschauern möchte bedient werden und es gibt noch viele die sagen: „Ohne eine (meist heterosexuelle) Liebesbeziehung ist es keine richtige Geschichte“. Immerhin wurde der Kitsch aber aufs Minimum beschränkt. Auch positiv fällt auf, dass sich das Team aus Menschen unterschiedlicher Hautfarbe zusammensetzt. Mit Neuzugängen ab Staffel 2 wird dies noch weiter ausgebaut. Bisher ist Agents of S.H.I.E.L.D. die beste Serie zum Thema Superhelden. Sie hat Witz, Charme und ist von vorne bis hinten gut durchdacht. Keine Folge ist langweilig, was insbesondere daran liegt, dass dramaturgisch sehr gekonnt mit dem Vertrauensverhältnis innerhalb des Teams gearbeitet wird. Viele Geheimnisse warten darauf gelüftet zu werden und sorgen für einige Überraschungsmomente. Das steigert natürlich den Suchtfaktor. Durch ihren Bezug zu aktuellen Themen aus Politik und Gesellschaft zeigt die Serie auch ihre ernste Seite. Dazu hat sie aber genug Fantasy-Elemente, um einen ordentlich aus dem Alltag ins Abenteuer zu reißen. Leider gibt es fast keine Auftritte der großen Kinofilmstars. Weder ein Robert Downey Jr. (Ironman) Noch ein Chris Hemsworth (Thor) lassen sich blicken. Aber auf ein paar Widersehen mit bekannten Gesichtern darf man sich dennoch freuen.167097.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxx

Bilder:

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USA 2013
Produktion: Marvel Television, ABC Studios, Mutant Enemy
Episoden 32+ in 2 Staffeln
Genre: Action, Abenteuer, Drama, Science-Fiction
Produktion: Garry A. Brown
Idee: Joss Whedon, Jed Whedon, Maurissa Tancharoen
Erstausstrahlung: 24. September 2013 (USA) auf ABC
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 31. Januar 2014 auf RTL Crime

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