Kategorie: Kritik

Babycall

Eine Mutter und ihr Sohn – vereint durch eine übersteigerte Mutterliebe. Sozial isoliert leben Anna und ihr Sohn Anders ein Leben, bestimmt durch die Angst der Mutter, ihrem achtjährigen Sohn könne etwas zustoßen. Diese Sorge ist allerdings nicht unbegründet. Anders Vater hat den Jungen misshandelt und sogar versucht ihn umzubringen. Der Thriller des norwegischen Regisseurs Pål Sletaune zeigt, wie die angsterfüllte Fürsorge einer Mutter, die bereit ist alles für ihr Kind zu tun, ein normales Leben unmöglich macht. Weiterlesen

Das Leben gehört uns

Valérie Donzelli erkundet in ihrem autobiografisch geprägten Film den Umgang mit einem schweren Schicksal zweier junger Eltern, deren Sohn an einem Gehirntumor leidet. Eine wuchtige, überladene Kriegserklärung, bei der zu oft die Luft zum Atmen fehlt. Weiterlesen

Take Shelter – Schutzraum Kino

Wie sucht man Schutz vor etwas, das nur im eigenen Kopf ist? Und noch schlimmer: wie kann man sich vor etwas schützen, dass man klar als nicht real erkennt, vor dem man sich aber so fürchtet, als wäre es Wirklichkeit? Diese Fragen stellt Jeff Nichols neuer Film – und er findet glücklicherweise keine Antwort: Weiterlesen

A real hero? – “Drive”

Nicolas Winding Refn schickt Ryan Gosling als namenlosen Driver durch die Straßen von L.A., begleitet von schleppenden Synthie Pop Klängen und eingekleidet in eine glänzende Satin-Jacke. Egal ob man das kitschig oder stylish findet, der offensive Umgang mit dieser speziellen Retro-Ästhetik ist auf jeden Fall konsequent. Weiterlesen

Le Havre – Nostalgie in Blau

Eingetaucht in Blautöne, denen gelbe und rote Farbakzente entgegen gesetzt werden, schafft Aki Kaurismäki mit Le Havre einen wundersamen Ort voller Nostalgie und Menschlichkeit. Zumindest innerhalb dieser märchenhaften Utopie darf man daran glauben, dass alles gut werden kann. Weiterlesen

The Social Network

Nur "der Facebook-Film" oder steckt doch mehr dahinter? David Fincher begibt sich in The Social Network auf die Spuren Mark Zuckerbergs, ist aber zum Glück mehr an der Konstruktion einer ambivalenten Figur interessiert als an der wirklich wahren Wahrheit. Weiterlesen