Kategorie: Festival

Autobahn

Eintönig. Monoton. Grau in Grau. Die Assoziationen und Bilder, die der Titel „Autobahn“ in den Köpfen hervorruft, sind alles andere als rosig. Viele erinnern sich an stundenlange Staus, langweilige geradlinige Strecken und nicht enden wollende Fahrten. Weiterlesen

Kopfplatzen

Der Film „Kopfplatzen“ von Savaş Ceviz versucht einen Eindruck davon zu vermitteln, wie es wohl ist als Pädophiler zu Leben. Weiterlesen

BACURAU

Bacarau ist der Name eines abgelegenen Dorfes in Brasilien. Die Bewohner dort haben Probleme mit dem Lokalpolitiker Tony Jr., der ihnen durch die Schließung des nahegelegenen Dammes nicht nur das Wasser abgedreht hat, sondern ihnen auch den vernünftigen Zugang zu Medikamenten erschwert. Die Dorfgemeinschaft lässt sich nicht einschüchtern und hält zusammen. Doch dann passieren merkwürdige Dinge und als die ersten Leichen auftauchen, wird auch den eigentlich friedlichen Bewohnern klar, dass ihnen ein Angriff bevor steht und sie sich zur Wehr setzen müssen. Die Eindringlinge merken viel zu spät, dass sie dieses kleine Dorf gehörig unterschätzt haben. Weiterlesen

Jawline

Über Influencer und Social Media-Stars kritisch zu richten, scheint in der heutigen Zeit beinahe noch einfacher, als sich unvoreingenommen von den Internet-Sternchen mitreißen zu lassen. Euphorisch und von sich selbst überzeugt, verbreiten sie ihre Meinungen, Vorlieben und vor allem ihre Persona über sämtliche Kanäle, die das Internet bietet. Dass diese meist noch blutjungen Influencer wahrlich keine Philosophen sind und ihre Messages nur wenig Tiefgang besitzen, überrascht niemanden. Auch der Umstand, dass meist eine ganze Marketing-Maschinerie hinter ihnen steht, war nicht anders zu erwarten. Und doch schafft es die Dokumentation Jawline, sowohl den Influencer-Hype, als auch die bittere Realität dahinter aus einer bisher wenig beleuchteten Perspektive zu zeigen. Weiterlesen

I Am Lying Now

Eine liebliche Stimme singt ein Schlaflied über drei blinde Mäuschen. Ein Publikum beobachtet durch eine Glasscheibe drei Stars aus Film und Musik. Diese geben Intimstes preis und verraten ihre größten Geheimnisse. Geduldig, aber streng hört sich die undurchschaubare Kai die Geständnisse an. Dann wird per Voting abgestimmt – wer hat wohl gelogen? Wer konnte Kai überzeugen? Weiterlesen

Adam – Being Yourself…

Adam ist sechzehn, ein bisschen langweilig, und will unbedingt bei Mädchen landen, hat dabei aber kein Glück. Da kommt es ihm gelegen, dass seine ältere Schwester Casey ihn zu sich nach New York einlädt, um dort den Sommer zu verbringen. Casey ist lesbisch und in der LGTB*-Szene aktiv, wodurch auch Adam die Szene kennenlernt. Weiterlesen

Go Home

In Luna Gualanos Regiedebut Go Home wird ein bisher unbekannter Genremix vollzogen, der den Film zu einem interessanten Experiment macht. Nationalismus und Fremdenhass trifft auf Zombieapokalypse. Ein Kammerspiel, das neue Wege geht. Weiterlesen

Abrakadabra

Abrakadabra stellt nach Francesca und Sonno Profondo den Abschluss der Neo-Giallo-Trilogie der Onetti-Brüder dar. Ganz dem Genre verfallen, als dessen bekanntester Vertreter sich wohl Suspiria behaupten kann, darf es an der Kriminalgeschichte und der Überstilisierung nicht fehlen. Weiterlesen

Deep Tissue

Meredith Alloways neunminütiges Deep Tissue lässt uns teilhaben an einem intimen Moment zweier Menschen. Halb Arbeit, halb Vergnügen bewegt sich die Situation zwischen freundschaftlichem Umgang, Massage, Sexwork und Kannibalismus. Weiterlesen
33. BIFF

Body at Brighton Rock

In Roxanne Benjamins Body at Brighton Rock wird das Motiv des Horrors auf eine unkonventionelle Art aufgegriffen. Wendy (Karina Fontes) ist neue Mitarbeiterin im Nationalpark Brighton Rock muss sich durch einen ungünstigen Zufall mit sich selbst und ihrer Angst konfrontieren. Weiterlesen

Talking About Trees

Der Dokumentarfilm „Talking about Trees“ von Suhaib Gasmelbari Mustafa ist im heutigen Sudan angesiedelt und erzählt die Geschichte der vier Mitglieder des Sudanesischen Filmclubs. Weiterlesen

Die Vermessung des Natürlichen

Wer sich schon einmal – freiwillig oder unfreiwillig – in die Welt der Statistiken verirrte, kennt bestimmt diese Alpträume, in denen sich Tabellen und Diagramme bedrohlich vor dem inneren Auge aufbauen. Weiterlesen

The Operative

Spionagefilme haben eine ganze Menge zu bieten: Spannung, Action, Plottwists und Explosionen. Was Spionagefilme häufig nicht haben, ist eine weibliche Hauptdarstellerin Weiterlesen

Es werde Stadt! – 50 Jahre Grimmepreis in der Stadt Marl

Das fünfzigste Jubliäum des Grimmepreises zum Anlass nehmend, beginnen Dominik Graf und Martin Farkas mit unterschiedlichsten Protagonisten der deutschen Fernsehlandschaft und Filmkritik eine stark subjektiv gefärbte und damit hoch eindrückliche Reise durch die deutsche Fernsehgeschichte. Weiterlesen

62. DOK Leipzig 2019

Das 62. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm bietet für 17 Studierende in diesem Jahr eine Plattform zur Reflexion über die gegenwärtige Dokumentarfilmlandschaft. Innerhalb von vier Festivaltagen sind im Rahmen einer Exkursion die aufgelisteten Kurzkritiken entstanden. Weiterlesen

Flowers of Shanghai (Il Cinema Ritrovato 2019)

Hai shang hua des Regisseurs Hou Hsiao-Hsien ist ein Filmmelodrama aus dem Jahr 1998. Angesiedelt in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts im Shanghai der Quing-Dynastie, erzählt der Film die Geschichte von vier Kurtisanen, deren Namen auf Englisch in Pearl, Crimson, Jasmin und Emerald übersetzt wurden. Jede Kurtisane wohnt in einem anderen Bordell, und der größte Teil der Handlung wird durch Konversation oder Klatsch übermittelt. Weiterlesen

Eine verhängnisvolle Affäre… – The Housemaid (Hyeon) (Il Cinema Ritrovato 2019)

Im Rahmen des historischen Filmfestivals „Il Cinema Ritrovato“ 2019 wurde der Film The Housemaid (Originaltitel: Hyeon) des südkoreanischen Filmregisseurs Kim Ki Young (* 10. Oktober 1919 in Seoul; † 5. Februar 1998) gezeigt. Er ist für seine psychosexuellen und melodramatischen Horrorfilme bekannt. The Housemaid ist Ki Youngs zweites Werk, welches 1960 erschien und bis heute zu den beliebtesten koreanischen Filmen zählt. Weiterlesen

„Brutal, Nasty, and Short“ – Über die Filmreihe The Noir of Felix E. Feist (Il Cinema Ritrovato 2019)

„Brutal, Nasty, and Short“ – mit dieser Überschrift wurde im Programmheft des 33. Filmfests „Il Cinema Ritrovato“ in Bologna die Film Noir-Reihe des US-amerikanischen Regisseurs Felix E. Feist angekündigt; auf den Punkt, knapp und ein wenig reißerisch formuliert. Schon nach der Sichtung des ersten Filmes wurde deutlich, dass es sich dabei nicht einzig um einen aufmerksamkeitserhaschenden Werbetext handelt, sondern um eine treffende Umschreibung ganz im Duktus von Feists Schaffen. Weiterlesen

Filmbares nach einem zweiten Weltkrieg (Il Cinema Ritrovato 2019)

Auf die Frage, welches Kino unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg in den Besatzungszonen unter alliierter Aufsicht produziert wurde, fällt vermutlich vielen außer den (teils im und vom Ausland produzierten) Trümmerfilmen nicht viel mehr ein, wobei diese Lücke dann ab den 50er Jahren von den Heimatfilmen gefüllt wird. Dass aber metafilmische Satiren, die ihren Start im Jahr 2048 oder ihre Handlung im mehr schlecht als recht zusammengemogelten, sogenannten Altchinesien finden, eine kurze Phase des Experimentierens einleiten, ist filmhistorisch und zeitgeschichtlich eine Überraschung. Weiterlesen

Blue my Mind

Ein Umzug und das Einsetzen der Regelblutung wird für den Hauptcharakter von Lisa Brühlmanns Blue my Mind zum Anfang von einer Transformation, die über die Grenzen der Normalität hinausgeht. Weiterlesen

Aggregat

Was passiert derzeit in Deutschland? Dieser Frage widmet sich Marie Wilkes Film Aggregat. Er begleitet in realen Szenen Politiker, Medienschaffende und Bürger in Deutschland. Weiterlesen

Rafiki

In seinem Ursprungsland Kenia wurde Rafiki verboten, die Vorstellung im Univerum Filmtheater auf dem 32. Braunschweig International Film Festival hingegen war restlos ausverkauft – Rafiki scheint zu polarisieren. Das Verbot in Kenia hat dem Film im Vorfeld bereits sehr viel Aufmerksamkeit beschert, dazu noch die Thematisierung gleichgeschlechtlicher Liebe in einem afrikanischen Land – diese ungewöhnliche Thematik und die damit verbundene Polarisierung machen neugierig. Und das Beste daran ist, dass Rafiki nicht enttäuscht. Weiterlesen

X – The eXploited

Eingerahmt von sakralen Chören, Orgelmusik und um 180° gedrehten Aufnahmen der Skyline Budapests in Slow-Motion entspinnt sich in X – The eXploited eine Handlung voller Undurchsichtigkeiten, falscher Fährten und Puzzleteilen, die Fragen aufwerfen – diese aber leider nicht immer beantworten. Weiterlesen

Retablo

Retablo ist ein Film, der neugierig macht. Als Nordeuropäer ist man mit dem Begriff „Retablo“ nicht vertraut, zudem ist es eine angenehme Überraschung, in der Que*rschnitt-Reihe des Braunschweig International Film Festivals einen Film aus einem bei einer queeren Thematik doch eher exotischen Landes wie Peru zu entdecken. Ähnlich ungewöhnlich wie sein Titel und seine Herkunft ist auch Retablo selbst. Weiterlesen

COPS

Der Film handelt von einer Gruppe Männer, die bei der Wiener Polizeispezialeinheit WEGA ausgebildet werden. Auf den ersten Blick behandelt der Film Polizeigewalt, doch bei genauerer Betrachtung, ist das eigentliche Thema dahinter Männlichkeit und wie bestimmte Rollenbilder bei der Polizei inszeniert und zelebriert werden. Weiterlesen

In My Room

Ulrich Köhlers Was-wäre-wenn-Szenario eröffnet den Traum der autonomen Lebensführung, freien Liebe (aber nur mit Kondom) und Bindung zur Natur, der in einem nächtlichten Tanz beider Protagonist*innen ihren Höhepunkt findet. Freiheit, Leben, Liebe. Dass solch Ideale aber nie ohne Rückzug auf bekannte Bequemlichkeiten, emotionalem Stress und dramatischen Erlebnissen zu haben sind, ist die Kehrseite dieser Medaille. Weiterlesen

WITHOUT NAME

Dünne Äste, Pilzgeflechte und feuchtes Moos erwarten den Zuschauer in Lorcan Finnegans dunklen Psychohorrorfilm WITHOUT NAME. Gerade zu gemäldeartige Bilder zeigen einen Wald, der zur Gefahr für die Psyche des Hauptdarsellers wird - oder liegt diese in seiner Lebenskrise? Weiterlesen

Burning Birds

Ein zu Teilen unerträglich intensives Portrait einer Elendsgeschichte und die gleichzeitige Reflektion auf das dadurch heraufbeschworene Bild über Sri Lanka und das Frausein in diesem Land, ohne dass eine Seite die andere negieren würde. Weiterlesen

THE NET

Fischer Nam Chul-woo lebt mit Frau und Tochter in einfachen Verhältnissen auf der Nordseite eines Flusses zwischen Nord- und Südkorea. Er verdient sich sein weniges Geld mit einem kleinen Fischerboot. Doch dann verfängt sich sein Netzt im Außenbordmotor und er treibt auf die Südkoreanische Seite, wo er sofort festgenommen- und der Spionage verdächtigt wird. Weiterlesen

The Love Witch

Der Film aus dem Jahr 2016 zeigt sich in einem 1960er Look, der mit seiner Geschichte agiert und spielt: Er widmet sich auf feministischer Ebene dem Mythos der Hexe. Weiterlesen

The Noonday Witch

The Noonday Witch widmet sich dem sagenumwogenen Thema Hexen auf eine moderne Weise. So begegnet der Horror dem Zuschauer nicht in Form einer bösen Person, sondern als Manifestation einer angespannten, durchdringenden Stimmung. Weiterlesen

Berlinale-Abschluss

Welche Filme konnten die Daumenkino-Redaktion bei der diesjährigen Berlinale besonders begeistern? Welche persönlichen Highlights gab es? Wir ziehen unser Resümee... Weiterlesen

The Lure

Agnieszka Smoczynskas The Lure ist ein Film wie ein abstruses Märchen: Laut, bunt und grausam. Die Neuverfilmung der kleinen Meerjungfrau zeigt einen Mix aus Musical, Horror und Fantasy. Weiterlesen

Der traumhafte Weg

Angela Schanelec setzt in ihrem neuen Film - mehr noch als sonst - konventionelle Erzählmuster außer Kraft und führt die Zuschauer auf einen traumhaften Weg zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Weiterlesen

The Land of the Enlightened

Wäre der Film eine reine Dokumentation, seine Wirkung wäre unglaublich stark. Doch weil es genauso gut alles nur Fiktion sein könnte, fühlt man sich als Zuschauer*in etwas hintergangen. Weiterlesen

Tales of Terror

Tales of Terror lässt die Herzen aller Cineasten höher schlagen. So gruselt sich der Rezipient nicht vor Angst, sondern schaurig schön vor der Machart. Weiterlesen

A Taste of Ink

Vincent ist 25 Jahre alt und lebt in den Tag hinein. Gerade erst hat er seine Mutter an den Krebs verloren. Zu seinem Vater hat er eine schwierige Beziehung. Besonders da dieser ihn für einen Taugenichts hält. Da wird es für den Hausfrieden nicht einfacher, als der Vater eine neue junge Freundin anschleppt, für die sich auch Vincent zunehmend interessiert. Weiterlesen

Safari

Menschliche Abgründe unter dem Deckmantel bürgerlicher Freizeitbeschäftigung sind bekanntlich das Oberthema von Ulrich Seidls Werk. Nachdem er in seinem letzten Dokumentarfilm die privaten Abgründe in den Kellern seiner österreichischen Landsleute suchte geht es in seiner neusten Doku um den Jagdtourismus in Namibia und die Personen, die sich diesem dekadent-fragwürdigen Luxus hingeben. Weiterlesen

The Call

Krieg ist in Ethan Jahans Werk The Call zunächst allgegenwärtig: Wir sehen den Protagonisten in einem Raum, dessen Wände mit Zetteln übersät sind: Katastrophen, Terror, Tod, Militärmeldungen aus Zeitungen zieren in mehreren Schichten jede Ecke des Raumes. Weiterlesen

Violently Happy

Violently Happy, ist ein Film für jene, die ihren Horizont in Sachen Sexualität und menschliche Beziehungen erweitern wollen – ehrlich, intim und sehr explizit... Weiterlesen

Nachberichte vom DOK Leipzig Filmfestival 2015

Im Rahmen einer von Tobias Sachsenweger geleiteten Exkursion zum Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2015 haben Studierende der HBK Braunschweig einige interessante Texte zu verschiedenen Dokumentarfilmen verfasst. Weiterlesen

Under the Sun (DOK Leipzig)

DOK Leipzig Kritik von Studierenden der HBK Braunschweig

Hinweis: Under the Sun (dt. Titel: Im Strahl der Sonne) ist am 08.06. um 19 Uhr im Rahmen der Filmreihe Asien vom Festival Theaterformen im Universum Filmtheater zu sehen. Weiterlesen