Sarah Schild | sarahschild

Medienwissenschaften & Kunstwissenschaft /// Lieblingsfilme: "A Clockwork Orange" (Stanley Kubrick, 1971) // "Der Himmel über Berlin" (Wim Wenders, 1987) // "Das Cabinet des Dr. Caligari" (Robert Wiene, 1920) // "The Trial" (Orson Welles, 1962) // "De grønne slagtere (Dänische Delikatessen)" (Anders Thomas Jensen, 2003)

Posts by sarahschild:

Boy Erased

Filme mit LGTB-Charakteren in tragenden Rollen nehmen inzwischen seit mehreren Jahren schon einen immer größer werdenden Teil im Kino-Mainstream ein – zu Recht. Diese Geschichten verdienen es genauso sehr, erzählt zu werden und ein nicht unwesentlicher Anteil des Publikums dürfte sich in diesen wiederfinden. Allerdings lässt sich gerade in größeren Produktionen ein Trend beobachten, der die Euphorie queerer Kinogänger deutlich trüben dürfte. Zahlreiche Filme, die zwar LGTB-Charaktere aufweisen, scheinen allerdings für ein eher heterosexuelles Publikum konzipiert worden zu sein. Weiterlesen

Beautiful Boy

Bevor Beautiful Boy in Deutschland überhaupt gestartet ist, wurde der Film in den USA bereits mit diversen Golden Globe-Nominierungen bedacht – auch wenn er letztendlich keinen gewann, und bei den Oscar-Nominierungen gar nicht erst berücksichtigt wurde, war bereits für mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Aber ist diese im Falle von Beautiful Boy gerechtfertigt? Oder entsteht hier ein Hype um ein künstlich konstruiertes Phänomen? Weiterlesen

Rafiki

In seinem Ursprungsland Kenia wurde Rafiki verboten, die Vorstellung im Univerum Filmtheater auf dem 32. Braunschweig International Film Festival hingegen war restlos ausverkauft – Rafiki scheint zu polarisieren. Das Verbot in Kenia hat dem Film im Vorfeld bereits sehr viel Aufmerksamkeit beschert, dazu noch die Thematisierung gleichgeschlechtlicher Liebe in einem afrikanischen Land – diese ungewöhnliche Thematik und die damit verbundene Polarisierung machen neugierig. Und das Beste daran ist, dass Rafiki nicht enttäuscht. Weiterlesen

X – The eXploited

Eingerahmt von sakralen Chören, Orgelmusik und um 180° gedrehten Aufnahmen der Skyline Budapests in Slow-Motion entspinnt sich in X – The eXploited eine Handlung voller Undurchsichtigkeiten, falscher Fährten und Puzzleteilen, die Fragen aufwerfen – diese aber leider nicht immer beantworten. Weiterlesen

Retablo

Retablo ist ein Film, der neugierig macht. Als Nordeuropäer ist man mit dem Begriff „Retablo“ nicht vertraut, zudem ist es eine angenehme Überraschung, in der Que*rschnitt-Reihe des Braunschweig International Film Festivals einen Film aus einem bei einer queeren Thematik doch eher exotischen Landes wie Peru zu entdecken. Ähnlich ungewöhnlich wie sein Titel und seine Herkunft ist auch Retablo selbst. Weiterlesen

Girl

Auf den ersten Blick ist kaum etwas so, wie es zu sein scheint. Auf den ersten Blick scheint Girl ganz simpel bloß ein Ballettfilm, der die Geschichte der Tänzerin Lara erzählt. Auf den ersten Blick scheint Lara einzig eine begabte, wenn auch verbissen perfektionistische Ballerina zu sein, die unbedingt auch die schwierigsten Tänze beherrschen möchte. Doch Lara ist mehr. Und Girl ist es ebenso. Weiterlesen

Loving Vincent

Von der Presse bereits begeistert gefeiert, ist Loving Vincent längst kein Geheimtipp mehr. Aber was ist von diesem handgemalten Film über die Todesumstände Vincent van Goghs zu erwarten? Weiterlesen

120 BPM

J’ai envie que tu vives – ich will, dass du lebst. Ein Satz, der nicht nur in 120 BPM eine wesentliche Bedeutung erfährt – er könnte sinnbildlich für sämtliche LGTBQ-Filme stehen, in denen der Tod stets verhindert, dass es zu einem glücklichen Ende für die Protagonisten kommen könnte. So auch in diesem Falle, und doch auch ganz anders, denn in vielerlei Sinne ist der Tod in diesem Film nicht das Ende. Weiterlesen

Gauguin

Paul Gauguin – ein französischer Künstler des Postimpressionismus, der wohl allen kulturell Interessierten ein Begriff ist. Noch heute sind seine Werke in den Museen der Welt zu finden, seinen Weg in die Kunstgeschichte hat er somit gefunden. Doch Edouard Delucs aktuelles Biopic über Gauguins Schaffenszeit auf Tahiti, die seine kreativste Periode gewesen sein soll, wird diesem Ruhm leider nicht gerecht. Weiterlesen